Wie wird Familiengeschichte erinnert und konstruiert? Die Serie gibt Einblick in das private Dia-Archiv (ca. 1970–1990) meiner Großeltern. Die Original-Dias dokumentieren Momente des alltäglichen Lebens, zwischenmenschlicher Beziehungen und Urlaube, aber auch außergewöhnliche Begebenheiten wie Hochwasser. Oftmals werden solche Fotografien zu Trägern der Familiengeschichte, sie bilden Stützen für verblasste und fehlende Erinnerungen. Durch eine analoge Form der Entfremdung – die Platzierung der originalen Dia-Projektionen auf einer verformten Oberfläche – wird eine Analogie zu verschwommenen Erinnerungen und konstruierter Familiengeschichte hergestellt.
Der Titel der Arbeit entstammt einem Gedicht von Rose Ausländer.